14.07.2021

Geranienpracht leicht gemacht: Grundlagen der Geranienpflege

Die Geranie ist eine pflegeleichte Pflanze. Mit üppigem Wachstum und zahlreichen Blüten beschert sie auch unerfahrenen Hobbygärtnern rasche Erfolgserlebnisse, solange ein paar einfache Regeln beachtet werden!

Freie Entfaltungsmöglichkeiten

Geranien entwickeln sich am schönsten, wenn sie sich frei entfalten können. Pflanzgefäße sollten deshalb mindestens 18 Zentimeter hoch sein und bei Pflanzkombinationen sollte die Entfernung zur Nachbarpflanze wenigstens 20 Zentimeter betragen. 

Ein Platz an der Sonne

Geranien sind Sonnenanbeterinnen. Je mehr Licht sie bekommen, desto zahlreicher und farbintensiver sind ihre Blüten. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig. Auch pralle Mittagssonne verträgt die Geranie problemlos. Ein Nordbalkon hingegen ist keine geeignete Umgebung. 

Tipp: Geranien wachsen in Richtung der Sonne. Wer Wert auf rundum schöne Pflanzen legt, sollte Kübel- oder Topfgeranien deshalb jede Woche um 90 Grad drehen, so dass sie von allen Seiten ausreichend Licht bekommen.

Wasser als Schönheitselixier 

Die Geranie stammt ursprünglich aus Südafrika. Dort sind längere Trockenperioden keine Seltenheit. Geranien überstehen diese, indem sie in ihren fleischigen Blättern und dickwandigen Stielen reichlich Flüssigkeit speichern. Ein vorübergehender Wassermangel kann ihnen daher in der Regel keinen dauerhaften Schaden zufügen. Um üppig und anhaltend zu blühen, brauchen Geranien jedoch regelmäßig Wasser. An sonnigen Tagen ist es ratsam, die Pflanzen täglich zu gießen, am besten morgens mit umgebungswarmem, gerne auch abgestandenem Wasser. An besonders heißen Tagen schadet auch eine zweite Wassergabe am Abend nicht. Wichtig ist, dass die Erde weder komplett austrocknet, noch völlig durchnässt. Damit keine Staunässe entsteht, unbedingt darauf achten, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. 

Übrigens: Bei Regen sollte man nicht automatisch aufs Gießen verzichten. Gerade bei üppig gewachsenen Pflanzen ist das Laub bisweilen so dicht, dass das Regenwasser gar nicht bis auf die Erde gelangt. Wer unsicher ist, kann einen Finger vorsichtig in die Erde stecken. Fühlt sich diese auch in tieferen Lagen trocken an, sollte gegossen werden.

Für alle, die nicht täglich gießen möchten, empfehlen sich Pflanzgefäße mit Wasserspeicher. Ein ein Meter langer Balkonkasten verfügt über ein Speichervolumen von etwa zehn Litern. Ein Wasserstandsanzeiger gibt Auskunft über die vorhandene Wassermenge.

Eine Extraportion Nährstoffe

Als so genannte Starkzehrer haben Geranien einen hohen Nährstoffbedarf. Für gesunde, schöne Pflanzen ist Düngen deshalb unverzichtbar. Wird beim Pflanzen eine hochwertige, vorgedüngte Blumenerde verwendet, deckt dies den Bedarf in den ersten Wochen. Dann sind die enthaltenen Nährstoffe in der Regel jedoch aufgebraucht und es sind zusätzliche Düngergaben erforderlich. Hierfür kann man entweder das Gießwasser regelmäßig mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen oder Geranien anreichern oder einen entsprechenden Langzeitdünger nutzen. Im Fachhandel gibt es Produkte, die bis zu neun Monate lang ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellen. 

Tipp: Kaffeesatz eignet sich sehr gut als preiswerter, natürlicher Geraniendünger, denn er enthält genau die richtige Mischung an Kalium, Stickstoff und Phosphor. Entweder einmal wöchentlich eine kleine Menge davon im Gießwasser auflösen – ein Esslöffel reicht für 10 Liter Wasser – oder den Kaffeesatz trocknen und vorsichtig im Wurzelbereich der Pflanzen unter die Erde mischen.

Ausputzen regt die Blütenbildung an

Damit Geranien ihre gesamte Kraft in die Bildung neuer Blüten stecken können, ist es ratsam, verblühte Triebe und Blätter regelmäßig zu entfernen. Bei halbgefüllten und gefüllten Sorten ist das so genannte Ausputzen dabei wichtiger als bei einfach blühenden Geranien. Für alle, die darauf keine Lust haben, gibt es auch "selbstreinigende" Sorten. Mehr Infos und Beratung gibt es bei den Profis im Fachhandel.

Vor Frost schützen

Eigentlich sind Geranien mehrjährige Stauden. Da sie jedoch nicht winterfest sind, werden sie in unseren Breitengraden oft wie einjährige Balkonblumen behandelt. Wer seine Geranien überwintern möchte, sollte sie vor dem ersten Nachtfrost auf etwa 15 Zentimeter Höhe zurückschneiden und in ein kühles, helles Winterquartier umziehen. Die ideale Umgebungstemperatur liegt bei 5 bis 10 Grad. Wasser benötigt die Pflanze während der Wintermonate kaum, so dass sie wie abgestorben wirken kann. Doch bei mehr Wärme und Wasser treibt sie im Frühjahr neu aus. Zu Beginn der neuen Saison sollte sie frische Erde erhalten und und eventuell auch in ein größeres Gefäß umgetopft werden werden. (Pelargonium for Europe)