|
|
naturportal.de | News
| Wie Fluglaerm auf die Gesundheit wirkt |
05. Oktober 2001 |
|
Der Laerm von Flugzeugen nervt die Deutschen. Neben dem Strassenverkehr und den Nachbarn gehoert der Flugverkehr laut repraesentativen Umfragen zu den wichtigsten Quellen fuer Laermbelaestigung in Deutschland. Momentan wird in
verschiedenen Regionen des Landes intensiv ueber den Laerm durch Neubau und Ausbau von Flughaefen, Nachtflugverbote und die Novellierung des
Fluglaermgesetzes diskutiert. Das Umweltbundesamt hat wegen der zahlreichen Nachfragen aus der Bevoelkerung in einem Hintergrundpapier zusammengetragen, was die Forschung ueber die Wirkungen des Fluglaerms weiss. Schon bei
Fluglaermbelastungen ueber 65 Dezibel (A) am Tag und 55 Dezibel (A) nachts ist eine Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten. Das
Hintergrundpapier gibt es im Internet unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de zum Herunterladen.
Das Papier "Fluglaermwirkungen" konzentriert sich auf die Aspekte Belaestigung und Beeintraechtigung der Gesundheit. Nach heutigen
Erkenntnissen ergeben sich folgende Schwellenbereiche fuer den Fluglaerm:
·Bei Fluglaermbelastungen von 55 Dezibel (dB(A)) tags und 45 dB(A) nachts werden die Grenzen zu erheblichen Belaestigungen erreicht.
·Bei Fluglaermbelastungen von 60 dB(A) tags und 50 dB(A) nachts sind aus praeventivmedizinischer Sicht Gesundheitsbeeintraechtigungen zu befuerchten.
·Bei Fluglaermbelastungen oberhalb von 65 dB(A) tags und 55 dB(A) nachts sind Gesundheitsbeeintraechtigungen in Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten.
Aus diesen Schwellenbereichen leitet sich die Empfehlung ab, dass ab Fluglaermbelastungen oberhalb von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts auf
einen ausreichenden baulichen Schallschutz, etwa durch geeignete Schallschutzfenster, geachtet werden sollte. Wegen der auch bei solchen
Massnahmen verbleibenden Beeintraechtigungen des Aussenwohnbereichs koennten Entschaedigungen notwendig werden.
|
| Quelle Umweltbundesamt
|
| Künast appelliert zum Welttierschutztag |
02. Oktober 2001 |
|
Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2001 appelliert Bundesverbraucherministerin Künast an alle Deutschen, Tiere als leidensfähige Geschöpfe anzusehen. Egal ob sie in Heimen, als Haustiere oder in der Landwirtschaft lebten, der Umgang mit den Tieren müsse sensibel sein. Sie dankt in einer Ansprache allen Organisationen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzen.
Verbraucherinnen und Verbraucher könnten darüber hinaus mit ihren Kaufentscheidungen wesentlich zu einer Verbesserung des Tierschutzes beitragen. Wie wirksam mit dem Einkaufskorb Politik gemacht werden kann, hätten die vergangenen Monate gezeigt. Wer beim Kauf von Fleisch, Milch oder Eiern auch auf die Haltungsform der Tiere achte und seine Überzeugung durch entsprechende Kaufentscheidungen deutlich mache, könne den Tierschutz in Deutschland entscheidend voranbringen.
Die Ministerin betonte, dass sich der Wandel im Verbraucherverhalten verstärke. Die Nachfrage nach Eiern aus Boden- und Freilandhaltung nehme beispielsweise kontinuierlich zu. Ihr Ministerium werde dies weiter unterstützen. Ein Beispiel dafür sei die Legehennenverordnung, die am 19. Oktober 2001 im Bundesrat entschieden werde.
|
| Quelle Redaktion Umwelt-Presse
|
| Tierschutzpreis 2002 ausgeschrieben |
01. Oktober 2001 |
|
Im Gedenken an den privaten Tierschützer Felix Wankel verleiht die Ludwig-Maximilians-Universität München jedes Jahr Preise für innovative Ideen, die Versuche am lebenden Tier ersetzen oder einschränken. Auch allgemeine Konzepte für den Tierschutz werden ebenfalls honoriert. Dieser Tage wurde jetzt der Preis für das kommende Jahr ausgeschrieben.
Die wissenschaftlichen Arbeiten für den Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis 2002 können bis zum 31. Januar nächsten Jahres eingeschickt werden. Dotiert ist der Preis mit 26.000 Euro, wobei bei gleichguten Konzepten der Preis auch teilbar ist. Zum 100. Geburtstag von Felix Wankel soll es zudem einen Sonderpreis geben.
Weitere Informationen: http://www.vetmed.uni-muenchen.de/
|
| Quelle Redaktion Umwelt-Presse
|
| Bundesregierung will transparentes Verfahren bei |
28. September 2001 |
|
Die Bundesregierung strebt fuer die Endlagerung aller Arten radioaktiven Abfalls ein Endlager in tiefen geologischen Formationen an. Dieses Endlager soll um das Jahr 2030 fuer den Betrieb zur Verfuegung stehen. "Rot-Gruen hat die Entsorgungspolitik auf eine neue Grundlage gestellt, da alle Entsorgungskonzepte frueherer Bundesregierungen gescheitert sind", so Umweltstaatssekretaer Rainer Baake. Die Suche nach einem geeigneten Standort werde mit einem Hoechstmass an Transparenz und unter angemessener Beteiligung der Oeffentlichkeit erfolgen. "Um fuer die Auswahl eines Standortes eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen, fuehren wir den Dialog mit allen Beteiligten", sagte Baake.
Anfang 1999 hatte das Bundesumweltministerium einen Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AKEnd) eingerichtet. Dieses interdisziplinaer und pluralistisch besetzte Wissenschaftler-Gremium hat die Aufgabe, geo- und sozialwissenschaftliche Kriterien fuer die Suche nach einem Endlager zu entwickeln. Der Arbeitskreis praesentiert heute und morgen auf einem Workshop in Moerfelden bei Frankfurt seine bisherigen Arbeitsergebnisse und stellt diese zur Diskussion. Er knuepft damit an einen ersten Workshop vom September 2000 an.
Der AKEnd soll Ende 2002 seine Arbeit abschliessen und Empfehlungen vorlegen. Staatssekretaer Baake betonte, dass diese Empfehlungen anschliessend breit in der Oeffentlichkeit diskutiert werden sollen. Erst danach werde die Politik entscheiden, welche Kriterien fuer die Standortsuche zugrunde liegen sollen. Vorher werde die Standortsuche nicht beginnen.
Der Vorschlag des AKEnd fuer das Auswahlverfahren sieht sieben Schritte vor: Ausgehend von einer "weissen Deutschlandkarte" sollen unter Anwendung geo- und sozialwissenschaftlicher Kriterien Gebiete, Standortregionen und schliesslich Standorte ermittelt werden, die besonders guenstige Voraussetzungen fuer eine Endlagerung bieten.
Hinweis: Zu dem Thema Endlagerung radioaktiver Abfaelle gibt es ein Hintergrundpapier, das im Bundesumweltministerium (Tel.: 01888/305-2010) angefordert oder im Internet (www.bmu.de) abgerufen werden kann.
|
| Quelle Bundesumweltministerium
|
| NABU kürt Haussperling zum "Vogel des Jahres 2002" |
28. September 2001 |
|
Der Naturschutzbund NABU hat am 28.09.2001 den Haussperling als "Vogel des Jahres 2002" vorgestellt. Mit dieser Wahl lenkt der NABU die Aufmerksamkeit auf einen Vogel, der den Menschen als so genannter Kulturfolger seit über 10.000 Jahren begleitet, heutzutage aber dennoch kaum beachtet wird. "Es ist fast unbemerkt geblieben, dass der Haussperling in den letzten Jahren vielerorts verschwunden ist", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Auch wenn der Haussperling viel seltener als andere Singvögel Objekt wissenschaftlicher Untersuchung gewesen ist, lässt sich folgendes festhalten: Nach einem Massenauftreten zu Beginn des letzten Jahrhunderts und starker Verfolgung bis in die 50er Jahre beobachten Fachleute seit einigen Jahren einen deutlichen Rückgang der Vorkommen.
In Einzelgehöften oder Dörfern, in Siedlungen oder großen Städten: Der Spatz, wie der Haussperling auch landläufig genannt wird, lebt in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen. "Der Haussperling ist von allen Veränderungen im Siedlungsbereich direkt betroffen. Sanierte Gebäude ohne Nischen und Spalten für Brutplätze, versiegelte Flächen und ein verringertes Nahrungsangebot machen ihm das Leben schwer", sagte Opitz. An diesen Punkten setzt auch die soeben gestartete NABU-Kampagne "Nachbar Natur. Ökologische Konzepte für Städte und Dörfer" an. Opitz: "Was zum Schutz des Haussperlings unternommen wird, kommt auch Mensch und Natur zugute."
Die Möglichkeiten, dem Haussperling und anderen Vögeln das Leben zu erleichtern, seien so leicht wie vielfältig, so der NABU. "Wer in seinem Garten auf Gift verzichtet und ihn möglichst abwechslungsreich mit heimischen Pflanzen bestückt, leistet einen Beitrag zu einem reichhaltigem und natürlichem Nahrungsangebot für Spatzen und andere Vögel", erklärte Opitz. Aber auch bei Baumaßnahmen in Städten und Dörfern kann mit wenig Aufwand Platz für Tiere wie den Haussperling erhalten werden. Auch moderne oder sanierte Bauten sollten Nischen für Tiere berücksichtigen oder durch begrünte Fassaden aufgewertet werden.
Für Rückfragen:
Markus Nipkow, NABU-Vogelschutzreferent, Tel. 0228-4036-155 oder 0172-91 08 275
|
| Quelle NABU
|
| Keine Fusion der Energieversorger |
28. September 2001 |
|
Die Stromkonzerne E.on und RWE brauchen (vorerst) trotz "Anweisung" des Bundskartellamts keine Konkurrenz eines dritten großen Stromanbieters zu befürchten. Offensichtlich sind die Verhandlungen über eine Fusion der Hamburgischen Electricitätswerke, der Berliner Bewag und der ostdeutschen Braunkohle-Stromversorger VEAG und Laubag gescheitert, weil man sich unter anderem nicht über die Führung des neuen Unternehmens einigen konnte. Einen entsprechenden Führungsanspruch hatten ausländische Mutterkonzerne, die schwedische Firma Vattenfall und das US-amerikanische Unternehmen Mirant, angemeldet. Mirant und die HEW halten je 45 Prozent an der Bewag. Die Schweden sind aber auch neben ihren Beteiligungen an der VEAG und der Laubag indirekt an der Bewag beteiligt, weil sie auch Anteile an HEW halten. Nun plant Vattenfal zunächst mit seinen Töchter HEW, VEAG und Laubag zu fusionieren. Man hoffe, wird aus Vattenfall-Kreisen verlautbart, die Bewag "später noch mit ins Boot holen zu können und halte dafür die Tür offen."
|
| Quelle Redaktion Umwelt Presse
|
| Trinkwasserqualitaet auf hohem Niveau |
26. September 2001 |
|
"Wir haben heute eine flaechendeckende und qualitativ hochwertige Wasserversorgung in Deutschland, die nicht selbstverstaendlich ist. Doch es gibt noch viel zu tun. Die Verbesserung der Qualitaet der Gewaesser und der Schutz vor Hochwasser bleiben Dauerthemen. Obwohl unsere Schutzmassnahmen Erfolge zeigen, besteht hier noch erheblicher Handlungsbedarf." Dies erklaerte Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretaer im Bundesverbraucherministerium, am 21.09. anlaesslich der Veroeffentlichung des 50. Jahresberichtes der Wasserwirtschaft. "Die Bundesregierung verfolgt mit grossem Nachdruck das Ziel, mit einer breiten Palette von Massnahmen den Austrag von Duengemitteln und Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, um die Gewaesserqualitaet weiter zu verbessern."
"Alles in allem hat sich die Wasserqualitaet der Baeche und Fluesse wesentlich verbessert. Dies kommt der Umwelt insgesamt zu gute," betonte Simone Probst, Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesumweltministerium. Sie hob die heutige Qualitaet der Wasserwirtschaft in den neuen Laendern hervor. Massgebend fuer die Verbesserung der Gewaesserguete waren der Bau von leistungsfaehigen Klaeranlagen in den letzten zehn Jahren, die Umstellungen im produzierenden Gewerbe und die Stilllegung von Industriebetrieben. Frau Probst: "Trotz der Erfolge besteht weiterhin Handlungsbedarf, um die Qualitaet der Oberflaechengewaesser und des Grundwassers zu verbessern, damit wir flaechendeckend eine gute Gewaesserqualitaet erreichen, wie es die Wasserrahmenrichtlinie der EU vorsieht."
Der Jahresbericht der Wasserwirtschaft erscheint zum 50. Mal in Folge in der Zeitschrift "Wasser & Boden". Seit 1951 haben in dem Bericht die fuer die Wasserwirtschaft zustaendigen Bundes- und Laenderministerien ueber staatliche Massnahmen im Bereich der Wasserwirtschaft berichtet sowie Erfahrungen und Anregungen ausgetauscht. Heute sind 99% aller Haushalte an oeffentliche Wasserversorgungsanlagen angeschlossen, 95% haben eine Kanalisation und 93% sind an Klaeranlagen angeschlossen. Bundesweit reinigen 10.400 Klaeranlagen die Abwaesser, und ein 450.000 km langes Kanalnetz durchzieht Deutschland. 6.600 Wasserversorgungsunternehmen betreiben 8.600 Wasserwerke mit 17.800 Wassergewinnungsanlagen. Fuer die Investitionsmassnahmen der Wasserwirtschaft wurden in den letzten fuenf Jahrzehnten rund 276 Mrd. Mark und fuer den Kuestenschutz 10 Mrd. durch die oeffentlichen Hand Mark ausgegeben. Bund und Laender haben davon insgesamt Zuschuesse in Hoehe von 155 Mrd. Mark bereit gestellt.
Im Jahr 2000 wurden von Bund, Laendern und Gemeinden in die Wasserwirtschaft sowie den Kuestenschutz insgesamt ueber 8 Mrd. Mark investiert. Die Aufwendungen zur Verbesserung der Gewaesserguete (Kanalisationen und Klaeranlagen) bildeten dabei den Ausgabenschwerpunkt mit ueber 5,1 Mrd. Mark. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Kuestenschutzes" hat der Bund Zuschuesse von rund 395 Mio. Mark bewilligt.
Der Wasserverbrauch in Deutschland ist seit 1990 kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 4,8 Mrd. m3 Wasser an Haushalte, Kleingewerbe und Industrie abgegeben. Die Wasserpreise sind nur geringfuegig um etwa 1,5 Prozent gestiegen. Pro Kubikmeter Trinkwasser mussten die Bundesbuerger durchschnittlich 3,31 Mark bezahlen, mit anderen Worten: jeder Buerger hat letztes Jahr etwa 150 Mark fuer Trinkwasser ausgegeben. Auch die Abwasserkosten haben sich nur leicht erhoeht, im Bundesdurchschnitt um 0,3 Prozent. Eine Studie der Abwassertechnischen Vereinigung hat ergeben, dass die jaehrlichen Abwasserkosten fuer 56 Prozent der Bevoelkerung auf dem Niveau des Vorjahres geblieben, fuer 19 Prozent gestiegen und fuer 25 Prozent sogar niedriger sind als im Vorjahr.
|
| Quelle BMU
|
|
|