12.01.2014

Wurzelpetersilie: Der unbekannte Alleskönner

Foto: Sabine Weis.

Den meisten Verbrauchern ist die weiße Rübe nur als Bestandteil von Suppengrün bekannt, doch das wird dem vielseitigen Gemüse nicht gerecht, meint der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn. Denn das aromatische Gemüse kann noch viel mehr!

Wurzelpetersilie, Knollenpetersilie oder Petersilienwurzel – gemeint ist immer die kleine weiße Rübe aus der Familie der Doldenblütler. Sie sieht der Pastinake zum Verwechseln ähnlich, die Wurzelpetersilie ist jedoch kleiner als die Pastinake und hat eine hellere Färbung. Im September werden die Rüben geerntet und werden dann bis ins Frühjahr auf Wochenmärkten, aber auch in gut sortierten Supermärkten angeboten.

Im Geschmack erinnern die aromatisch würzig süßen Rüben sowohl an Pastinaken als auch an Knollensellerie. Ihr hoher Gehalt an Vitamin A, B und C und ihr Gehalt an ätherischem Öl, unter anderem an Apiol, macht sie für die Gesundheit so wertvoll.

Im Gegensatz zur Blattpetersilie können bei der Wurzelpetersilie alle Teile der Pflanze verwendet werden. Das Kraut wird – wie Blattpetersilie auch – fein geschnitten zum Würzen genutzt. Während die Blätter beim Kochen jedoch an Geschmack verlieren, kommt das Aroma der Wurzeln erst beim Garen voll zur Geltung.

Zur Zubereitung werden die Wurzeln gewaschen, geschält und gewürfelt. Traditionell verwendet verleihen sie Suppen und Eintöpfen ein kräftiges Aroma. In der Winterküche passen sie aber auch sehr gut als herzhafte Gemüsebeilage zu Fleischgerichten. Oder man verwendet sie im Auflauf, als Salat und auf Brot. Kombinieren lassen sie sich auch hervorragend mit anderen Gemüsearten wie Möhren oder Pastinaken. Mit Kartoffeln gekocht geben sie dem Püree den besonderen Pfiff.

Beim Einkauf sollten sich die Petersilienwurzeln fest anfühlen und keine braunen Stellen aufweisen. Angeboten werden sie in unterschiedlichen Größen, wobei die kleineren Exemplare oft zarter im Geschmack sind. Findet die gekaufte Ware nicht direkt Verwendung in der Küche, dann halten sich die Wurzeln auch einige Zeit im Gemüsefach des Kühlschranks. Wer möchte, kann sie aber auch portionieren, blanchieren und anschließend einfrieren. (rlv)