07.09.2021

Urlaubszeit: Bewässerung am Balkon

Pflanzen in Töpfen und Gefäßen auf Balkon und Terrasse trocknen viel schneller aus als Pflanzen im Gartenbeet. „Natur im Garten“ hat hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Topfpflanzen gut über den Sommer und die Urlaubszeit bringen. Auch hier gilt der Grundsatz: besser durchdringend und dafür nicht so oft gießen als oberflächlich und häufig. Wer keine automatische Bewässerung mangels Wasseranschluss einbauen kann, dem stehen alternative Möglichkeiten wie Gefäße mit Wasserspeicher und Systeme aus Tonkegeln zur Verfügung.

Sowohl Materialwahl als auch die Größe der Pflanzgefäße haben einen wesentlichen Einfluss auf die Verdunstung: „Kleine Töpfe trocknen deutlich rascher durch als große und erhitzen sich sehr stark. In glasierten Gefäßen bleibt die Erde länger feucht als in normalen Tontöpfen. Auf vollsonnigen und windigen Balkonen verdunsten die Pflanzen mehr Wasser als an geschützten und schattigen Plätzen“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Steht ein Kurzurlaub vor der Tür und sind die Nachbarn ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt auch verreist, können sich BalkongärtnerInnen ohne Wasseranschluss am Balkon mit diversen Systemen helfen:

Pflanzgefäße mit Wasserspeicher

Diese speziellen Gefäße sind zweischichtig aufgebaut. Im oberen und größeren Teil des Gefäßes befindet sich die Erde samt Pflanzen. Darunter liegt ein Hohlraum, der als Wasserspeicher dient. Aus dem Erdreich führen Vertiefungen in den Wasserspeicher und saugen die Feuchtigkeit nach oben zu den Pflanzenwurzeln.

Tonkegel-System

Tonkegel geben Feuchtigkeit an die trockenere Erde ab. Durch den entstehenden Unterdruck wird Wasser über einen dünnen Schlauch aus einem separaten Gefäß angesaugt. Das können ein mit Wasser gefüllter Kübel oder eine Gießkanne sein. Wichtig ist, dass das Gefäß entweder auf gleicher Höhe mit der Pflanze steht oder sogar höher, damit dieses System funktioniert.

Bewässerung über Flaschen mit und ohne Tonkegel

Es gibt spezielle Tonkegel, die sich auf alte Kunststoff- oder Glasflaschen stecken lassen, die dann in die Erde kommen. Die Flaschen werden oben aufgeschnitten und mit Wasser befüllt, das über den porösen Ton langsam an die Erde abgegeben wird.

Eine noch einfachere Möglichkeit ist, in den Deckel einer Kunststoffflasche Löcher zu bohren und danach die gefüllte Flasche mit dem Deckel nach unten in die Erde zu stecken. (Natur im Garten)