13.01.2022

STIHL: Im Handumdrehen zum gepflegten Rasen

Mähroboter-Installation. Bild: STIHL.

Mähroboter-Installation. Bild: STIHL.

Der eigene Garten ist für die Bundesbürger vor allem ein Ort der Entspannung und Ruhe, der für Abstand zum Alltag sorgt. Umso schöner, wenn sich lästige Pflichten wie das regelmäßige Rasenmähen reduzieren lassen und man zusätzliche Zeit gewinnt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich laut STIHL Gartenbarometer 2019 rund 35 Prozent der deutschen Gartenbesitzer einen Mähroboter wünschen, der den Rasen automatisch kürzt, damit sie die frei gewordene Zeit anderweitig im Garten nutzen können. Die flinken Helfer sind für so gut wie jeden Garten geeignet – unabhängig davon, wie groß die Rasenfläche ist – und lassen sich ohne großen Aufwand installieren. Wie einfach das ist, zeigt sich am Beispiel des STIHL RMI 422 PC.

iMOW Mähroboter Installation – so geht‘s

Um auf einen Mähroboter umzusteigen, sind nur wenige Handgriffe erforderlich: Vorab wird zunächst ein Begrenzungsdraht verlegt, damit das Gerät „seinen“ Rasen erkennt. Und damit sich der Roboter immer wieder selbstständig aufladen kann, wird außerdem eine Dockingstation an einer leicht befahrbaren, ebenen Stelle mit einer Steckdose in der Nähe platziert. Die hierfür notwendigen Arbeiten werden bei Bedarf von einem Fachhändler übernommen, können aber mit ein wenig Geschick auch vom Neu-Besitzer eines Mähroboters erledigt werden.

1. Lieferumfang und benötigtes Werkzeug

Im Lieferumfang des STIHL RMI 422 PC sind der iMOW Mähroboter sowie die Dockingstation enthalten. Ebenfalls mit dabei ein Lineal. Der sogenannte „iRuler“ hilft, bei der Verlegung des Begrenzungsdrahts den richtigen Abstand zur Rasenkante einzuhalten. Zusätzlich benötigt der Anwender ein Installations-Kit entsprechend der Gartengröße, in dem der Begrenzungsdraht, Drahtverbinder und Fixiernägel enthalten sind. Für die Installation sollten zudem Arbeitshandschuhe sowie Hammer, Zange und Zollstock nicht fehlen.

2. Bevor es los geht

Bevor man mit der Installation der Dockingstation und dem Verlegen des Begrenzungsdrahts beginnt, empfiehlt es sich, das Gras auf fünf Zentimeter zu kürzen und Bodenwellen, Senken oder Maulwurfshügel auf der Mähfläche soweit wie möglich auszugleichen beziehungsweise zu nivellieren.

3. Step-by-step-Anleitung

Zum Start der Installation die Abdeckhaube des Mähroboters öffnen und das Gerät erstmalig in Betrieb nehmen. Dann dem Installations-Assistenten folgen. Im nächsten Schritt den geeigneten Platz für die Dockingstation auswählen. Dieser sollte eben sein, idealerweise im Schatten liegen und nicht weiter als zehn Meter von der Stromquelle entfernt sein. Damit der iMOW Mähroboter später ungehindert in die Dockingstation einfahren kann, sind links und rechts der Bodenplatte mindestens 60 Zentimeter Platz bis zur Rasenkante freizuhalten – neben Mauern muss der freie Platz bis zur Bodenplatte mindestens 88 Zentimeter betragen. Für den Anschluss an die Stromversorgung die Abdeckhaube der Dockingstation abnehmen und zur Seite legen. Dann den Netzstecker in die Dockingstation einstecken und das Kabel in der dafür vorgesehenen Kabelführung und Zugentlastung verlegen. Nach dem Anschluss des Netzkabels wird die Abdeckhaube der Dockingstation wieder aufgesetzt. Nun kann die Dockingstation mittels der vier mitgelieferten Heringe im Boden fixiert werden. Anschließend das Kabel für die Stromversorgung am Rand der Fläche bis zur nächsten Steckdose führen und den Netzstecker für die Stromversorgung der Dockingstation einstecken. Dann den iMOW Mähroboter in die Dockingstation einsetzen. Während der Mähroboter nun erstmalig auflädt, kann eine Skizze des eigenen Gartens angefertigt und die Verlegung des Begrenzungsdrahtes geplant werden.

Zunächst 150 Zentimeter Draht abrollen und für den späteren Anschluss an die Dockingstation aufsparen. So ist sichergestellt, dass genug Spielraum vorhanden ist. Dann den Begrenzungsdraht direkt neben dem Drahtauslass der Dockingstation mit einem Fixiernagel am Boden befestigen. Nun werden die ersten 60 Zentimeter des Begrenzungsdrahtes gerade im rechten Winkel zur Dockingstation verlegt und von dort zum Rand der Mähfläche. Anschließend wird der Draht mit einem Abstand von 28 Zentimetern zum Rand um die gesamte Mähfläche verlegt. So ist sichergestellt, dass der iMOW Mähroboter während des Mähens genug Platz hat und nicht an Hindernissen hängen bleibt oder sich festfährt.

Der mitgelieferte „iRuler“ hilft, bei der Installation des Begrenzungsdrahtes den Abstand von 28 Zentimetern zu Mauern, Büschen oder Blumeninseln einzuhalten. Der Draht wird in regelmäßigen Abständen von etwa einem Meter mit Fixiernägeln befestigt. Er wächst mit der Zeit in den Rasen ein und ist nicht mehr zu sehen. Besonders beim Verlegen des Drahts um hohe Hindernisse wie beispielsweise Mauerecken muss der Abstand genau eingehalten werden, damit der Mähroboter diese ordnungsgemäß umfahren kann. Dagegen kann der Begrenzungsdraht entlang von befahrbaren Hindernissen wie z. B. an einer Regenrinne oder befahrbaren Wegen ohne Abstand zum Hindernis verlegt werden. Wichtig: Der Höhenunterschied vom Rasen zum befahrbaren Hindernis sollte nicht mehr als einen Zentimeter betragen.

Damit der Mähroboter Blumeninseln, Bäume oder andere Pflanzen auf der Rasenfläche erkennt und um sie herum fährt, wird der Begrenzungsdraht im rechten Winkel vom Rand bis zum Hindernis verlegt – z.B. eine Blumeninsel –, dann einmal um das Hindernis herum – auch hier gilt der Abstand von 28 Zentimetern zur Rasenfläche – und dann wieder zurück zum Rand der Mähfläche. Dabei darf sich der Begrenzungsdraht nicht überkreuzen.

Wichtig: Eine solche Sperrfläche muss einen Mindestdurchmesser von 56 Zentimetern haben und ihr Abstand zum Begrenzungsdraht am Rand der Mähfläche muss mindestes 44 Zentimeter betragen.

An der anderen Seite der Dockingstation wird der Begrenzungsdraht ebenfalls mittels Fixiernagel am Eingang der Drahtführung befestigt. Auch hier zusätzlich 150 Zentimeter abrollen und dann den Draht mit einem Seitenschneider kappen. Vor dem Anschließen der Begrenzungsdrähte wird zunächst der iMOW Mähroboter zur Seite gestellt und die Dockingstation vom Strom getrennt. Dann kann die Abdeckhaube entfernt werden. Nun den Begrenzungsdraht von beiden Seiten in die Kabelführungen der Bodenplatte einlegen.

Dann die Drähte durch den Sockel fädeln und beide Drähte auf die richtige Länge kürzen. Im nächsten Schritt wird zunächst das linke Drahtende abisoliert, und das linke und rechte Drahtenden miteinander verdrillt. Dann wird je eine Gummischutztülle über beide Drahtenden aufgefädelt und das linke Drahtende in der linken Kabelklemme fixiert. Anschließend wird auch das zweite Drahtenden abisoliert und angeschlossen. Zum Schluss wird die Abdeckhaube wieder aufgesetzt und der Netzstecker für die Stromversorgung der Dockingstation wieder eingesteckt. Dann den iMOW Mähroboter wieder in die Dockingstation stellen. Nun sind es nur noch wenige Schritte, bis das Gerät eingerichtet und mähbereit ist. Als nächstes kann die gewünschte Schnitthöhe von zwei bis sechs Zentimetern mittels Drehrad am Gerät eingestellt werden. Anschließend fährt der Mähroboter den Rand des Mähbereichs zunächst in die eine und dann noch einmal in die andere Richtung ab und prüft, ob die Abstände zu den Beeten und Hindernissen stimmen.

Im letzten Schritt errechnet der Installations-Assistent des iMOW Mähroboters zunächst die erforderlichen Mähzeiten auf Basis der Größe der Rasenfläche und erstellt dann einen Stundenplan mit den täglichen Mähzeiten. Diese vorgeschlagenen Zeiten können je nach persönlichem Bedarf angepasst werden. Ist alles wie gewünscht eingestellt, müssen die täglichen Mähzeiten nur noch bestätigt werden und dann steht dem automatischen Abarbeiten des Mähplans nichts mehr im Weg.

Wichtig: Grundsätzlich gilt: Wenn der Mähroboter arbeitet, muss die Mähfläche frei sein. Kinder und Haustiere dürfen sich dann nicht auf dem Rasen aufhalten. Um zudem die Gefährdung von Igeln und anderen nachtaktiven Kleintieren auszuschließen, sollte der Mähroboter zudem nachts nicht mähen. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Auswahl des geeigneten Modells auf ausreichend Leistungspuffer nach oben zu achten, um die Mähzeiten gering zu halten. So gehört der Rasen den Besitzern.

TIPP: Auf die mit einem SIM-Chip ausgerüsteten smarten C- und PC-Modelle von STIHL kann man auch bequem aus der Ferne per iMOW-App zugreifen. Damit lässt sich jederzeit per App der Mähvorgang starten, in gegenwärtige Aktivitäten eingreifen sowie der Mähplan verwalten bzw. Mähzeiten ändern. Dank einer optionalen Integration des Wetterberichts kann der Mähroboter bei der Planung seiner Aktivitäten auch das Wetter berücksichtigen. So wird er beispielsweise die Mähphasen nach vorne oder hinten verschieben, wenn Regen vorhergesagt ist. Dazu hält er im Mähplan bereits Pufferzeiten vor, die dann entsprechend genutzt werden. Wer Haus und Garten vernetzt hat, kann auf die C- und PC-Modelle von STIHL auch komfortabel per Sprachbefehl mit Amazon Alexa zugreifen und sie in die innogy SmartHome-App integrieren. (STIHL)