14.05.2020

Salat: Tipps zum Lagern und Eigenanbau

Ob als Beilage oder Hauptmahlzeit – Blattsalate bieten viele Möglichkeiten. Pro Jahr verzehren Deutsche insgesamt 5,6 Kilogramm Salat, wobei 2,3 kg davon  auf Kopf- und Eissalat entfallen. Letzterer rangiert sogar unter den Top Ten der meistverkauften Gemüsearten. Doch wie lässt sich Salat zuhause  am besten lagern, um Frische und Nährstoffgehalt möglichst lange zu bewahren?

Am besten schmeckt Salat, wenn er direkt nach dem Einkauf zubereitet und
gegessen wird. Doch manchmal ist das nicht möglich. Das Bundeszentrum für
Ernährung  (BZfE) gibt Tipps, wie sich Salat ein paar Tage frisch hält.
 
Lagerung im feuchten Tuch oder mit Wurzelballen auf der Fensterbank

Zuerst sollten braune Stellen vom Salat entfernt werden, damit sie sich nicht weiter ausbreiten. Um das Welken zu verhindern, werden der Salatkopf oder  einzelne Salatblätter am besten in einen Kunststoffbehälter, eine offene Folie oder in ein feuchtes Küchentuch verpackt und im Gemüsefach des Kühlschranks. Festere Salatsorten wie Romana sind etwas länger haltbar. Radicchio bleibt in ein Papiertuch gewickelt bis zu einer Woche frisch.

Salat darf nicht beengt im Kühlschrank liegen. Außerdem welken Salatblätter schneller, wenn sie neben Äpfeln lagern, da diese das Reifungshormon Ethylen ausströmen. Gleiches gilt für Tomaten, Birnen oder Bananen außerhalb des Kühlschranks.

Nicht in den Kühlschrank gehört übrigens auch Salat mit Wurzelballen: Er sollte in etwas Wasser auf die Fensterbank gestellt werden. So ist er deutlich länger haltbar als ein Salat ohne Wurzelballen – und kann sogar noch etwas nachwachsen. Knipst man regelmäßig welke Blätter ab und achtet auf einen Wasserstand von rund zwei Zentimetern, kann man zwei bis drei Wochen lang
ernten.
 
Wo kommt unser Salat her?

Salat gibt es das ganze Jahr über: von Mai bis Ende Oktober aus heimischem Freilandbau, im März/April und im November aus geschütztem Anbau. In Deutschland nimmt der Eissalat eine Spitzenposition ein: 2019 wurden auf 4.062 Hektar knapp 139.000 Tonnen Eissalat geerntet, Hauptanbaugebiete waren Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen; Kopf-, Blatt- und Romanasalat sowie Endivien werden zudem in Bayern, Baden-Württemberg  und Rheinland-Pfalz angebaut. In den Monaten November bis Mai stammen die Salate hauptsächlich aus dem Ausland. Importiert wird insbesondere aus Spanien und Italien. Während der Selbstversorgungsgrad bei Kopf- und Eissalat rund 74
Prozent beträgt, sind es bei anderen Salaten 48 Prozent.
 
Salat selber anbauen und das ganze Jahr über genießen

Wer im heimischen Garten selbst Salat anbauen möchte, kann mit einer geschickten Anbauplanung und Pflanzenwahl fast rund ums Jahr ernten. Hierbei ist es wichtig, kleinere Mengen in zeitlichen Abständen von etwa 14 Tagen zu säen oder zu pflanzen. Wer in den kühleren Jahreszeiten Herbst- und Wintersalate wie Herbst-Endivie, Winter-Radicchio und Feldsalat ernten möchte, muss bereits im Sommer mit  der Aussaat beginnen. (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)