21.03.2018

Primeln und Ranunkeln bringen den Frühling ins Haus

Aktueller Farbtrend: Drinnen und draußen sind Primeln und Ranunkeln in frischem Flieder ein toller Frühlingsgruß. Bild: GMH/FGJ.

Blüten über Blüten: Um das Wintergrau zu vertreiben, empfehlen sich durch Gärtnereien vorgezogenen Frühlingsblüher. Mit ihnen lässt sich bereits jetzt der pralle Frühling ins Haus holen. Die Auswahl an Farben und Formen ist enorm. Dazu zählen auch viele neue Sorten und Sonderformen.

Exklusive Neuzüchtungen
Ein perfekter Begleiter für den Start ins Gartenjahr sind Primeln (Primula). Inzwischen gibt es eine große Vielfalt der robusten Frühlingsblüher, die weit über das Altbekannte hinausgeht. Besonders gefüllt blühende Primeln wirken sehr edel. Diese exklusiven Neuheiten sind jahrelanger Züchtungsarbeit zu verdanken. Sie blühen unter anderem in elegantem Cremeweiß, in überraschend kräftigem Blau oder mit verspieltem Farbverlauf mit Rosa und Pink. Wer das Außergewöhnliche mag, sollte sich auch Stängelprimeln genauer anschauen. Sie sind mit den heimischen Schlüsselblumen verwandt. Blütenbüschel sitzen hier auf etwa zehn Zentimeter hohen, kräftigen Stängeln. Dabei bildet der lockere, natürliche Pflanzenaufbau einen hübschen Kontrast zu dem perfekt geformten und langanhaltenden Blütenflor.

Frisches Lila als Trend
Dank ihres großen Spektrums gibt es Primel-Besonderheiten im Handel in fast jeder Lieblingsfarbe. So bringen sie unter anderem einen zarten Fliederton ins Frühlingssortiment, der auf der Fensterbank, der Terrasse oder im Bauerngarten den aktuellen Farbtrend aufgreift. Das leuchtend gelbe Auge der Blüte wird von einem weißen Rand umrahmt und geht über in ein frisches, helles Lila. So spiegeln die Blüten die Kraft des Frühlings wider. Für eine erfrischende Wirkung eignen sich ebenso gelbe und weiße Blüten. Weil ein ruhiger Hintergrund die Strahlkraft der Blüten noch verstärkt, lassen sich Primeln gut mit hellgrünen Blattschmuckpflanzen wie Purpurglöckchen (Heuchera) und Efeu (Hedera) kombinieren.

Nostalgische Schönheiten
Ebenfalls zu den Stars der Frühblüher zählen Ranunkeln (Ranuculus). Lange Zeit hatten die aus einer Knolle wachsenden Schönheiten aus dem Orient bei Gartenliebhabern einen ähnlich hohen Stellenwert wie Tulpen. Während die Blüten weiterhin Verwendung in romantischen Sträußen fanden, gerieten die Pflanzen einige Zeit in Vergessenheit. Doch nun erleben Ranunkeln dank ihres nostalgischen Charmes gerade ihr wohlverdientes Comeback. Zumal es sie von zarten Pastelltönen bis hin zu knalligen Bonbonfarben gibt. Besondere Züchtungen punkten mit dichtgefüllten Blütenbällen, unter anderem zweifarbig marmorierten, weißen Bällen mit rosa Rand oder in strahlendem Gelb mit grüner Mitte.

Für drinnen und draußen geeignet
Sowohl Primeln als auch Ranunkeln eignen sich gut für die Bepflanzung von Schalen, Körben und Trögen. Nicht nur draußen vor der Tür oder dem Fenster, auch im Haus sorgen diese entzückenden Frühlingboten für Farbe. Damit sie besonders lange blühen, sollten sie an einem hellen, kühlen Platz stehen. Pralle Mittagssonne und ein Standort direkt über der Heizung sind weniger gut geeignet. Die Frühlingsblüher können nach dem Verblühen ins Beet gesetzt werden. Wachsen sie in nährstoffreichem Boden ohne Staunässe in der Sonne oder im Halbschatten, treiben sie mit etwas Glück im nächsten Jahr wieder aus. (GMH/FGJ)