30.05.2018

Natur im Garten: Tipps für gesunde und vitale Kübelpflanzen

Bepflanzte Balkone und Terrassen beeinflussen das Kleinklima positiv und so werden diese Plätze zu schönen und lebendigen Wohlfühloasen – egal ob mitten in der Stadt oder am Land. Einen großen Vorteil bietet die einfache Bewegbarkeit der Gefäße, wodurch die Pflanzen bei starkem Wind und Unwetter an geschützte Orte gebracht werden können. Dasselbe gilt für die Überwinterung mehrjähriger Pflanzen, die den Winter bei uns im Freien nicht überstehen würden. Auch der optimale Standort für die jeweilige Pflanze kann im Kübel oft einfacher gewählt werden als im Garten. Am Balkon bieten sich Kübelpflanzen natürlich ganz besonders an – egal ob für Zierpflanzen oder eigenes Gemüse und Obst. Bei der Auswahl des passenden Pflanzgefäßes kann man sich am persönlichen Geschmack orientieren. Essentiell sind lediglich Abzugslöcher zum Abfließen überflüssigen Wassers, ein Untertopf, um dieses aufzufangen sowie die richtige Größe des Gefäßes. „Passen Sie die Topfgröße an die endgültige Größe der ausgewachsenen Pflanze an,“ empfiehlt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“: „So können Sie sicher gehen, dass die Pflanzenwurzeln nicht eingeengt sind und sich das Gefäß nicht allzu schnell erhitzt bzw. die Erde austrocknet“.

Kübelpflanzen setzen
Torffreie Bio-Erde ist im Gartenfachhandel erhältlich, wobei das Mischen der eigenen Erde den Vorteil hat, optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze eingehen zu können. Dabei wird als „Standard-Rezeptur“ 1/3 Gartenerde mit 1/3 Sand und 1/3 Kompost vermischt. Mehr Kompost wird bei Starkzehrern wie reich blühenden Balkonpflanzen und stark zehrenden Gemüsearten (u.a. Paradeiser, Kraut, Brokkoli) beigemischt. Erhöhen Sie bei mediterranen Kräutern den Sandanteil, da diese magere und durchlässigere Substrate brauchen.

Bevor die Erde ins Gefäß kommt, sollte allerdings noch eine Drainageschicht (aus Ziegelsplitt, grobem Kies, Steinen oder Blähton) eingefüllt werden, damit es nicht zu Staunässe kommt. Über diese Drainageschicht kommt noch ein Vlies, welches das Verschlämmen der Drainage verhindert.

Kübelpflanzen pflegen
Düngen mit organischen Bio-Düngern ist erst nach 4 bis 6 Wochen nötig. Eine weitere Düngegabe erfolgt dann später in der Saison noch bei fruchtenden bzw. stark wachsenden oder blühenden Pflanzen.

Regelmäßiges, kräftiges Gießen ist bei allen Kübelpflanzen einzuhalten. Besonders gefährdet vor Austrocknung sind sie an vollsonnigen und windigen Standorten. Regenwasser ist zum Gießen am besten geeignet. Wenn keines zur Verfügung steht, kann auch mit abgestandenem Leitungswasser gegossen werden. Erleichtert wird das Gießen durch Systeme, die von einer in die Erde gesteckten Kunststoffflasche mit Löchern im Deckel über im Fachhandel erhältliche Möglichkeiten wie Tonkegel, Pflanzgefäße mit Wasserspeichern bis zur vollautomatischen Tröpfchenbewässerung reichen. Tipp: Lassen Sie sich nicht von der momentanen Wärmeperiode täuschen und bleiben Sie aufmerksam – die Eisheiligen sind noch nicht vorbei! Stellen Sie bei einer nahenden Kälteperiode ihre Kübelpflanzen in einen Innenraum und decken Sie Gartenpflanzen mit Vlies oder einem Tuch ab.

Torffreie Erden mit dem „Natur im Garten“ Gütesiegel sind unter https://www.naturimgarten.at/unser-angebot/natur-im-garten-gütesiegel/produkte/kategorie/erden-und-substrate.html aufgelistet.