20.04.2018

Lorscher Pfingstrosengarten: Im Bann der Schönheit

Bild: © Gabi Dewald, Stadt Lorsch

Lorscher Pfingstrosengarten lädt zu buntem Päonien-Fest am 12. und 13. Mai 2018.

Die Natur blüht auf und mit ihr die „Königin der Kräuter“, die Pfingstrose. Bereits die Lorscher Benediktiner-Mönche des frühen Mittelalters wussten um die heilende Wirkung der Päonie und führten die Pflanze neben anderen Gewächsen und Kräutern in dem berühmten Lorscher Arzneibuch (um 800, UNESCO Weltdokumentenerbe) als Heilpflanze auf. Der 2013 eröffnete Lorscher Pfingstrosengarten knüpft an diese alte Klostertradition an und beherbergt heute rund 140 Arten und Sorten, darunter Wildformen und Züchtungen aus ganz Europa, China, Japan, den USA, aus dem Kaukasus und aus Neuseeland.

Das Gartenjuwel ergänzt den benachbarten Kräutergarten zum Lorscher Arzneibuch, der sich auf dem Gelände des UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch, unweit der weltberühmten Lorscher Königshalle, befindet.

Päonien-Fest im Mai – Blütenzauber hautnah erleben
Die einzigartige Schönheit und Pracht des Lorscher Pfingstrosengartens können Besucher am 12. und 13. Mai beim großen Päonien-Fest ganz unmittelbar erleben, dann nämlich stehen die Lorscher Pfingstrosen in voller Blütenpracht. Führungen durch den Pfingstrosengarten, Pflanz- und Pflegetipps von Experten, aber auch der Verkauf von Baum- und Strauchpfingstrose stehen auf dem Programm. Schließlich wird – u. a. von einer Vertreterin des chinesischen Partnerparkes Mt. Lushan – eine neue Anlage mit einer Päonien-Schenkung von Züchter Volker Emrich (Alzey) eingeweiht. Hauptsächlich beherbergt dieses neue Pflanzbeet alte chinesische, teilweise über 2 Meter hohe Baumpäonien, die in Lorsch im Frühjahr eine neue Heimat gefunden haben. Eine Ausstellung mit Pfingstrosen-Aquarellen und der städtische Frühlingsmarkt runden den Frühlingsausflug ab. Führungen im Päoniengarten gibt es an beiden Tagen jeweils um 15 Uhr.

Ein besonderer Garten – mit besonderen Experten
„Gleich drei Experten fungieren quasi als Paten des Gartens“, erklärt Gabi Dewald, Leiterin des Kulturamts der Stadt Lorsch. Der österreichische Pfingstrosenzüchter Michael Miely, von dem die unter anderem nach Lorsch benannte Paeonia lactiflora Laureshamensis stammt. Sie wurde um 1250sten Jubiläumsjahr auf diesen Namen getauft. Von Beginn an stand der Alzeyer Päonienzüchter Volker Emrich als Ratgeber zur Seite. Emrich hat inzwischen ausgesprochen umfangreiche Schenkungen an den Lorscher Garten vorgenommen. Schließlich ist der Schweizer Paeonienspezialist Walter Good dem Projekt engagiert verbunden. Mit seiner Unterstützung soll in den nächsten Jahren die komplette Sammlung des griechischen Malers und Pfingstrosenzüchters Nassos Daphnis in Lorsch angepflanzt werden.

Der Lorscher Lehr- und Schaugarten zur Pfingstrose ist eine Kooperation zwischen der Stadt Lorsch, dem Heimat- und Kulturverein und der Evangelischen Kirche und damit eine bundesweit einmalige kommunale Initiative. In enger Partnerschaft mit dem UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald gelang es, den Garten zu einem transnationalen Austauschprojekt mit China und Portugal auszubauen.

Info: www.lorsch.de/de/kultur/kulturprojekte-pfingstrosen.php Anschrift: Lehr- und Schaugarten zur Pfingstrosen, Nibelungenstraße 32, 64653 Losch (der Garten liegt innerhalb einer Fußgängerzone).