19.05.2018

Lilienlust auf Schloss Fasanerie

Das Fürstliche Gartenfest Schloss Fasanerie macht in diesem Jahr „Lust auf Lilien“ – Lust auf Farbe und Ästhetik, auf außergewöhnliche Blüten und besondere Pflanzen. Dabei deckt das Sonderthema ein breites Spektrum ab: Nicht nur Lilien stehen im Mittelpunkt, sondern auch Pflanzen, die das Wort „Lilie“ nur im Namen tragen wie beispielsweise Herzblatt-, Tag- oder Schwertlilien. Außerdem geht es um die Familie der Liliengewächse, zu der auch Tulpen gehören. Darüber hinaus kommen Musik und Kunst beim Gartenvergnügen vom 18. bis 21. Mai in Eichenzell nicht zu kurz. Auf dem Fürstlichen Gartenfest rund um Schloss Fasanerie bei Fulda sind im Rahmen des Sonderthemas zahlreiche, ausgewiesene Lilienexperten zu Gast. Sie begeistern nicht nur mit ihrem Sortiment, sondern auch mit ihrem umfassenden Fachwissen. Bei ihnen können sich die Besucher Tipps und Anregungen holen und dann gleich die passende Pflanze für ihren Garten oder Balkon kaufen.

An dem Namen Stefan Strasser kommt man, wenn es um Lilien geht, nicht vorbei. Mit seiner Lilien-Arche hat es sich der Experte aus Erlangen zur Aufgabe gemacht, selten gewordene Lilien, Tag- und Schwertlilien wieder zu verbreiten. Insbesondere bereits verschollenen oder als ausgestorben geltenden Pflanzen gilt sein Augenmerk – und das weltweit. Auf dem Fürstlichen Gartenfest bietet er seine Schätze an. Taglilien bietet auch Rolf Offenthal. Der Experte aus dem niedersächsischen Grethem-Büchten hat die 1.000 besten und schönsten Sorten aus den USA und Europa in seinem Sortiment. Dabei reicht die Palette vom bewährten „Standard“ bis zu exklusiven, rareren Exemplaren. Als regionaler Aussteller präsentiert auch Georg Leinweber Taglilien. Sein Sortiment umfasst 220 Sorten. Hiervon bringt er zahlreiche mit zum Fürstlichen Gartenfest: kleine, mittelhochwachsende und hochwachsende Exemplare mit verschiedenen Blütenformen und in unterschiedlichsten Farben.

Auf Hostas, auch Herzblattlilien genannt, hat sich Marco Fransen mit mehr als 2.000 Sorten spezialisiert. Die Original-Herzblattlilie, die Hosta plantaginea, bringt der Spezialist aus den Niederlanden selbstverständlich mit. Sie stammt ursprünglich aus China und war die erste Hosta in Europa. Ihre großen, weißen, duftenden Blüten ähneln jenen der Lilie.

Die Thymian- und Staudengärtnerei von Michael Camphausen hat sich aus einem Hobby herausentwickelt. Die Pflanzen sind allesamt speziell ausgesuchte und von seinem Team kultivierte Individuen. Passend zum Sonderthema wird der Kultivateur u. a. Schmucklilien und Lilien anbieten.

Auch in diesem Jahr finden sich einige „Gartenpromis“ auf dem Fürstlichen Gartenfest. So sind u. a. Petra Pelz, Helga Urban, Peter Janke und Jonas Reif zu Gast: Am 18. Mai um 12 Uhr stellt die Gartenbuchautorin Helga Urban „Bezaubernde Düfte im Garten“ vor. In ihrem Vortrag gibt sie Anregungen zur Auswahl von „Pflanzen mit Parfüm“. Am gleichen Tag um 13.30 Uhr erläutert Jonas Reif, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“, wie Tulpen dauerhafter im Garten überleben. Im Rahmen eines Versuchs an der TU Berlin hat er sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss, dass neben dem richtigen Standort auch die Arten- und Sortenwahl wichtig ist. Petra Pelz referiert gleich an zwei Tagen auf dem Fürstlichen Gartenfest: Die renommierte Landschaftsarchitektin erklärt am 18. Mai um 15 Uhr und am 19. Mai um 12 Uhr, wie man „Schritt für Schritt zum ganzjährig blühenden Beet“ kommt. Darüber hinaus wird Peter Janke auch in diesem Jahr durch seinen „Balance-Garten“ führen. Am 18. Mai erklärt er in einem Rundgang seine planerische Intention und Pflanzenauswahl, die er für den Schaugarten an der Obstgartenmauer von Schloss Fasanerie getroffen hat. Dabei zeigt er auch die Übertragbarkeit seiner Gestaltungsansätze und Pflanzenkombinationen für den privaten Garten.

Der „Balance-Garten“ von Peter Janke ist nicht der einzige Schaugarten auf dem Gelände des Fürstlichen Gartenfestes. Auf rund 300 qm erstreckt sich der „lilien.acker!“ des diesjährigen Schaugartenwettbewerb-Gewinners Marcel Tröger im Hofgarten von Schloss Fasanerie. Und in der Vesica hat der Lilienexperte Stefan Strasser bereits im vergangenen Herbst zahlreiche Lilien, Tag- und Schwertlilien angepflanzt.

Mit etwas Glück blühen sie pünktlich zu Pfingsten. Zudem präsentieren die Garten- und Landschaftsbaubetriebe, die auf dem Fürstlichen Gartenfest ausstellen, inspirierende Musterbeete, Schaugärten und Pflanzbeispiele. Für Musik, Kunst und gute Laune auf dem Gelände sorgen in diesem Jahr die Schwindler und das Wiener Masken- und Musiktheater. In Form von sechs „aufgetakelten“, selbstbewussten Damen zieht das Theaterensemble an allen Gartenfest-Tagen mit ausgelassener Freude übers Gelände. Eine große Lust (auf Lilien) umgibt die „Dorfschönheiten“, die gemeinsam die Anbetung der Lilienzwiebel zelebrieren. Die Schwindler – das Trio aus Gitarre, Kontrabass und Saxophon – haben sich in diesem Jahr Verstärkung von einer Dame geholt: Maria di Marco unterstützt die Herren zum ersten Mal auf dem Fürstlichen Gartenfest mit Gesang. So bekommt die bekannt-charmante Mischung aus Jazz, Bossa Nova, Samba, Tango und Swing eine ganz neue Seite.

Einen Termin während der vier Veranstaltungstage sollte man auf keinen Fall verpassen: Am 18. Mai wird die Schirmherrin des Fürstlichen Gartenfestes, Floria Landgräfin von Hessen, um 11 Uhr im Obstgarten eine Taglilie taufen und sie im Anschluss auf der Terrasse im Schlosspark einpflanzen. Die Hemerocallis „Landgräfin Floria“ ist eine großblütige, sehr angenehm duftende, lang blühende Züchtung des Lilienexperten Stefan Strasser. Das gesamte Rahmen- und Vortragsprogramm des Fürstlichen Gartenfestes Schloss Fasanerie 2018 ist unter www.gartenfest.de/fasanerie/programm zu finden. Alle Vorträge sind im Eintrittspreis enthalten. (Das fürstliche Gartenfest)