11.09.2020

Lieber spät als zu früh! Blumenzwiebeln brauchen Gelassenheit

Tulpenzwiebeln mögen es kälter und sollten erst gepflanzt werden, wenn die Blätter von den Bäumen fallen. Bild: fluwel.de.

Tulpenzwiebeln mögen es kälter und sollten erst gepflanzt werden, wenn die Blätter von den Bäumen fallen. Bild: fluwel.de.

Nicht mehr lange, dann beginnt die Pflanzzeit für Frühjahrsblüher wie Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Krokusse ... Ihre Blumenzwiebeln und Knollen müssen im Herbst in den Boden, denn sie brauchen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung. Zwar sind ihre Zwiebeln bereits jetzt bestellbar und die Regale in den Gartencentern und Supermärkten füllen sich, dennoch ist es ratsam, sich in Geduld zu üben. „Vor Ende September sollte man auf keinen Fall mit dem Pflanzen beginnen, dann ist es noch zu warm", erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. „Erst, wenn die Bodentemperaturen dauerhaft unter dreizehn Grad liegen, kann nach und nach mit dem Setzen der Bollen begonnen werden. Startet man eher, riskiert man, dass die Zwiebeln schlecht wurzeln, zu früh austreiben und im Winter erfrieren."

Es kommt drauf an, was man pflanzt

Zwar werden alle im Frühjahr blühenden Zwiebelgewächse im Herbst gepflanzt, doch auch hier gibt es zeitliche Unterschiede. So rät der Experte, Schneeglöckchen (Galanthus) möglichst zeitig in der ersten Oktoberhälfte zu setzen, da ihre Zwiebeln nur eine sehr dünne Außenhaut besitzen und nicht lange gelagert werden können, ohne Qualität einzubüßen. „Ähnliches gilt für Schachbrettblumen, botanisch Fritillaria meleagris. Ihre nackten Bollen haben einen hohen Feuchtigkeitsbedarf und trocknen an der frischen Luft schnell aus", so der Niederländer. „Wir versenden sie daher in feuchtem Torf und bitten unsere Kunden, nach dem Erhalt direkt zur Schaufel zu greifen." Generell gelte bei der Pflanzung von Frühjahrsblühern aber: Lieber spät als zu früh. Denn aufgrund des Klimawandels wird der Herbst immer wärmer und die Pflanzzeit verschiebt sich weiter nach hinten. Bis spät in den November hinein können die Bodenschätze im Garten vergraben werden, abhängig vom Wetter sogar noch im Dezember. Es ist also keine Eile geboten.

Geduld zahlt sich bei Blumenzwiebeln aus

„Je später man Blumenzwiebeln in den Boden bringt, desto später ist die Blütezeit - das sollte man im Hinterkopf behalten", betont van der Veek. Also doch lieber zeitig pflanzen, damit man sich früh im nächsten Jahr über Knospen freuen kann? „Natürlich müssen Gartenbesitzer nicht unbedingt bis zum Winterbeginn warten, bis sie im Garten aktiv werden, dennoch rate ich zu etwas mehr Gelassenheit und Geduld", meint der Experte. „Gerade Tulpen mögen es kälter und danken es mit einer schöneren und reicheren Blüte, wenn man sich Zeit lässt. Mein Tipp: Erst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen, sollte es losgehen."

Früh bestellen lohnt sich

Zwar heißt es beim Pflanzen: Geduld zahlt sich aus. Mit dem Bestellen sollte man aber nicht zu lange warten. Gerade die Raritäten und Besonderheiten sind nur in geringer Stückzahl vorrätig und schnell vergriffen. Bei Fluwel stehen die Frühjahrsblüher bereits seit mehreren Wochen auf der Website und können vorbestellt werden. Geliefert wird trotzdem erst zur richtigen Pflanzzeit ab Ende September. Bis dahin lagert der Experte van der Veek seine Bollen bei besten Bedingungen, um höchste Qualität zu gewährleisten. Das sei einer der Gründe, warum er sich schon vor Jahren für den Online-Handel und gegen den stationären Handel entschieden habe: „In Gartencentern oder Supermärkten herrschen häufig leider keine optimalen Bedingungen, was sich negativ auf die Blumenzwiebeln auswirken kann. Anders ist es in unseren Hallen: Sie sind perfekt temperiert. So können wir bis zum Versand an unsere Kunden eine ideale Lagerung garantieren." (Quelle: fluwel.de)