29.09.2018

Johannisbeeren: Erfrischend säuerlich

Klein, zart, säuerlich: Johannisbeeren. Bild: pd

Klein, zart und herb-säuerlich: Johannisbeeren. Über 50 Sorten gibt es.

Erdbeeren sind rot, Himbeeren rosa, Zwetschgen blau. Johannisbeeren hingegen gibt es in drei Variationen: rot, weiss und schwarz. Letztere werden Cassis genannt. Die ersten Sorten sind jeweils um den Johannistag, dem 24. Juni, reif. Deshalb heissen sie Johannisbeeren. Rund 150 Arten gibt es weltweit. Die zu den Stachelbeergewächsen gehörenden Beeren sind saftig, klein, ihr Geschmack ist herb-säuerlich, ihre Form erinnert an Trauben. In der Schweiz sagt man ihnen auch "Meertrübeli", in Österreich heissen sie "Ribisel" und in Schwaben sind es "Träuble".

Gesunde Power-Beeren
Johannisbeeren wachsen an strauchartigen Pflanzen, die mehrere Jahre alt werden und verholzte Triebe bilden. Es sind genügsame Pflanzen, die an die Temperaturen keine besonderen Ansprüche stellen. In der Schweiz werden Johannisbeeren vor allem für den Frischkonsum produziert. Obstbauern kultivieren die kleinen Beeren schweizweit auf rund 30 ha. Zum Vergleich: Bei Äpfeln beträgt die Anbaufläche ca. 3.800 ha. Vor allem in der Ostschweiz und in der Westschweiz werden Johannisbeeren produziert.

Johannisbeeren, die zwischen 20 bis 100 Samen enthalten, sind gesund. Sie sind reich an wertvollen Mineralstoffen, sie enthalten Vitamin C und wichtige Ballaststoffe. Sie schmecken vorzüglich im Müesli, aber auch zu feinen Desserts, Kuchen und Gebäck lassen sich Johannisbeeren verarbeiten. Wichtig ist, dass sie erst gepflückt werden, wenn sie reif sind. Denn anders als etwa bei Äpfeln entwickelt sich der Geschmack bei Beeren nach der Ernte nicht mehr weiter. (LID)

Von: Michael Wahl