03.07.2018

Jakobskreuzkraut - Gift für Pferde und Wiederkäuer

Das Jakobskreuzkraut, botanisch Senecio jacobaea, eine gelb blühende Giftpflanze, hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland immer mehr ausgebreitet. Man findet sie vor allem auf wenig genutzten Weiden, Brachflächen, Wegrändern und an Böschungen, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Jakobskreuzkraut, auch als Jakobsgreiskraut bekannt, hat löwenzahnähnliche Blätter. Die Pflanze ist giftig und verursacht Leberschäden. Die jüngsten Pflanzen und die gelben Blüten sind am giftigsten. Pferde und Rinder reagieren auf das Kraut empfindlicher als Schafe und Ziegen. Besonders gefährlich für die Tiere ist die Zeit vor der Blüte, denn die jungen, besonders giftstoffreichen Blätter werden auf der Weide gefressen. Sobald die Pflanzen blühen, dann ist die Pflanze etwa einen Meter groß und hat gelbe, margeritenartige Blüten, rühren die Tiere sie nicht mehr an. Wenn die Blüten Samen bilden, weil die Weide nicht gemäht wird, ist die Ausbreitung im kommenden Jahr vorprogrammiert.

Auf regelmäßig gemähtem Grünland hat das Jakobskreuzkraut keine Chance, sich zu vermehren. Optimale Bedingungen findet es auf Weiden, die nicht regelmäßig nachgemäht werden. Oft ist es auf wenig gepflegten Pferdeweiden zu finden. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, durch regelmäßiges Nachmähen der Weideflächen die Samenbildung zu verhindern. Um das Jakobskreuzkraut zu bekämpfen, muss es ausgerissen oder ausgestochen und die Pflanzenreste müssen entsorgt werden, damit die Weidetiere diese nicht mehr fressen können. Dabei sollten die Wurzeln mit entfernt werden, da Jakobskreuzkraut auch aus im Boden verbliebenen Wurzelresten erneut austreiben kann. Die Samen des Jakobskreuzkrautes können sich aber nur in lückigen Stellen etablieren. Fehlstellen sollten daher schnellstmöglich durch Nachsaat repariert werden.

Umfangreiche Informationen über diese Pflanze enthält die 28-seitige Broschüre „Jakobskreuzkraut – eine Giftpflanze auf dem Vormarsch“, die die Landwirtschaftskammer und das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gemeinsam herausgegeben haben. Erläutert werden die Biologie dieser heimischen Giftpflanze, die Ursachen ihrer Verbreitung und die Gefährdung von Nutztieren, wie Pferde und Rinder. Die Broschüre steht zum Herunterladen bereit auf der Seite www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Landwirtschaft, Download, Grünland. (LWK NRW)