19.06.2021

Baumschule E. Sander hilft mit praxistauglicher Broschüre

Geballtes Baumschulwissen in kompakter Form für die Baustelle

Kundenreklamationen sind schlecht fürs Geschäft. Geht es um Baumaßnahmen, haben Landschafts-gärtner durch ihre Ausbildung in der Regel schnell eine Lösung pa-rat. Bei Gehölzen fehlt ihnen jedoch oft das tiefergehende Wissen der Baumschulgärtner. Mit dem Leitfaden der Baumschule E. Sander für den GaLaBau gibt es jedoch jetzt eine praxistaugli-che Hilfe mit der Schnell-Diagnose – ein weiteres wertvolles Werk-zeug bei der Ursachensuche von Pflanzenschäden.

Dienstleister mit innovativem Ansatz

Der Garten ist angelegt und alles gepflanzt – und dann kommt der Notruf vom Kunden. Die Taxus-Hecke wird braun, und die Eiche lässt die Blätter hängen. Zwei wichtige Fragen sollte sich der Gärtner jetzt stellen: Wer oder was ist verantwortlich dafür, dass das Gehölz nicht anwächst und gedeiht? Und wie lässt sich die Pflanze noch retten? Durch gezielte Fragen und den Ausschluss von möglichen Auslösern kann das Problem schnell eingegrenzt werden.
Bei Baumschulgärtnern aus dem Familienbetrieb E. Sander in Tornesch nordwestlich von Hamburg ist das Kernkompetenz. Innovativ ist jedoch der Ansatz, sich als „Wissensdienstleister rund um die Pflanze“ zu sehen und die jahrzehntelangen Erfahrungen und das geballte Fachwissen in kompakter Form an die Kunden weiterzugeben.

Beim Kunden die richtigen Fragen stellen

Denn die übersichtliche Tabelle der neuesten Profi-Broschüre erlaubt es auch Gärtnern mit wenig Erfahrung im Bereich Pflanzenschutz, eine fundierte Aussage zum Schadbild und den Ursachen zu treffen. „Wurde die Taxus-Hecke zum Beispiel automatisch bewässert, dann kommt man mithilfe unseres Schnell-Diagnose-Leitfadens darauf, dass nicht zu wenig, sondern eher zu viel Wasser der Grund für die Braunfärbung ist“, erklärt Geschäftsführer Jens Sander.
Dank der Profi-Anleitung ist der Gärtner beim Kunden in der Lage, die wichtigen Fragen zu stellen. Zum Beispiel nach Gassi gehenden Nachbarn. Denn selbst regelmäßiger Hundebesuch kann zu Blattschäden und Minderwuchs von Pflanzen führen. Doch nicht immer sind Pflegefehler der Kunden oder Einträge von außen verantwortlich. Manchmal ist die Arbeit des Landschaftsgärtners Auslöser für ein Problem mit der Bepflanzung. Zu den Kardinalfehlern zählt nach Erfahrung des Baumschulgärtners ungenügende Bodenvorbereitung und der Verzicht auf einen Pflanzschnitt.

Bodenverdichtung bereitet Probleme

Es komme immer wieder vor, dass der Untergrund vor der Pflanzung nicht tiefengelockert wird. „Sind bei den Bauarbeiten Fahrzeuge über den künftigen Standort gefahren, reicht es nicht, ein Pflanzloch in Ballengröße auszuheben und mit etwas Pflanzerde aufzufüllen“, sagt Sander. Die Wurzeln können durch den verdichteten Boden nicht in die Tiefe wachsen, und das Gehölz bekommt keine Standfestigkeit. Und noch viel schlimmer: Die Wasserdrainage ist nicht gewährleistet. „Es droht vor allem nach starken Niederschlägen eine Vernässung und das bedeutet für viele Pflanzen den sicheren Tod.“
Auch auf die Bodenqualität sollten Gärtner ein Auge haben. Eichen gedeihen gut in schwarzsandigem Boden mit niedrigem pH-Wert, denn sie brauchen ein relativ saures Substrat. Der Speierling wächst hingegen am besten bei einem hohen pH-Wert. Speziell für das Produkt aufgedüngte und pH-Wert-optimierte Erde bedarf es nach Ansicht von Sander im GaLaBau nicht. „Hortensienerde ist eine Super-Sache für den Verbraucher, doch der Profi-Gärtner kann auch mit ein bisschen Torf und etwas Dünger gutes Pflanzenwachstum erreichen“, sagt Sander.

Pflanzschnitt hilft dem Gehölz

Ein gängiges Versäumnis ist zudem, Gehölze vor der Pflanzung nicht einzukürzen. „Wir sehen leider immer häufiger, dass auf den Pflanzschnitt verzichtet wird – mit fatalen Folgen“, sagt Sander. Immer mehr Kunden denken, den Sträuchern oder Bäumen damit zu schaden, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Wurzelmasse wird durch die Ballierung für die Pflanzung reduziert. Dementsprechend muss auch die zu versorgende Blattmasse verkleinert werden, sonst besteht ein Ungleichgewicht zwischen unter- und oberirdischem Teil. „Im Mai bei 25 Grad und Sonnenschein kann so eine Pflanze innerhalb von zwei Tagen vertrocknet sein“, erklärt Sander. Ein Schnitt sei Gold wert und verletze das Gehölz nicht, sondern helfe ihm anzuwachsen – also Wurzeln zu bilden, auszutreiben und zu blühen – und sorge dafür, dass der Baum oder Strauch sich gut entwickelt und die Kunden zufrieden sind.

Broschüren zum Herunterladen

Um den GaLaBau zu unterstützen, hat die Baumschule E. Sander nicht nur die Schnell-Diagnose veröffentlicht. Auf der Internetseite www.e-sander.de gibt es auch weitere praxistaugliche Broschüren im PDF-Format zum Herunterladen. Dazu zählen ein Ratgeber zu „Pflanzung und Pflege auf der Baustelle“, einer für das richtige Handling von Gehölzen, sowie der „Bienengehölz-Katalog“ mit Planungshilfe für ein Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst. (GMH/Baumschule Sander)