
Der Naturschutzbund NABU hat den Haubentaucher als "Vogel des Jahres 2001" vorgestellt. Damit fiel zum ersten Mal in der 30jährigen Geschichte der Aktion die Wahl auf einen Wasservogel. "Mit dem Haubentaucher möchten wir auf die Gefährdung unserer Gewässer und ihrer Bewohner aufmerksam machen", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz zur Begründung. Der etwa entengroße Haubentaucher ist einer der markantesten heimischen Wasservögel. Mit seinem prächtigen Federkleid und der charakteristischen Haube aus rotbraunen und schwarzen Federn, seinem auffälligen Balzritual und seinem unverwechselbaren Ruf prägen die Vögel im Frühjahr die Stimmung an vielen Seen. Der Haubentaucher stellt nur wenige Bedingungen an sein Revier: Der See sollte groß genug sein, mindestens etwa zehn Hektar. Er benötigt Ufer mit geeigneten Nistplätzen, vor allem Schilfgürtel, und ein ausreichendes Nahrungsangebot an kleinen Fischen. Damit kann der "Vogel des Jahres 2001" ein weites Spektrum von Gewässern besiedeln: Stehende und langsam fließende Gewässer von der Küste bis zu den Voralpenseen, auch künstliche Gewässer wie Talsperren oder Baggerseen. Dort lässt sich der Haubentaucher gut beobachten.
Viele Wasservogelarten weisen heute in Deutschland einigermaßen stabile Populationen auf. Dazu haben die ganzjährige Schonzeit vieler Arten, die Ausweisung von Feuchtgebieten als Schutzgebiete nach deutschem oder internationalem Recht und die Verbesserung der Wasser-qualität der meisten Gewässer beigetragen. Dennoch sind einige Arten durch fortschreitenden Lebensraumverlust