Eine der bekanntesten Trüffelarten ist die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis). Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat sie zum PILZ des JAHRES 2001 gewählt.

Echte Trüffeln (Tuber) und die Mäandertrüffel sind sogenannte Mykorrhizapilze, also echte Symbionten, die mit Höheren Pflanzen, meist Bäumen, eine Lebensgemeinschaft eingehen. Die begehrte Knolle ist nur der Fruchtkörper. Sie entsteht aus einem feinen Fadengeflecht, das die Wurzeln des Baums umspinnt und ihm lebensnotwendige Kohlenhydrate entzieht. Im Gegenzug erhält der Baum Wasser und Nährelemente. Wo kein geeigneter Baum wächst, wachsen auch keine Trüffeln. Und da der Pilz lebender Baumwurzeln bedarf, kann er auch nicht so gezüchtet werden wie dies für Champignon oder Austernseitling möglich ist. Man kann allerdings Wurzeln mit Trüffelmyzel "beimpfen" und die so präparierten jungen Bäume mit einiger Aussicht auf Erfolg im Freiland aussetzen.
Trüffeln wachsen im Verborgenen, unterirdisch, und wer ihre Lebensgewohnheiten nicht kennt, findet sie im Wald allenfalls zufällig, wenn sie vom Wild aus dem Boden gewühlt oder durch Erdrutschungen an Bach- und Wegböschungen frei gelegt werden. Ihre Sporen, die mikroskopisch kleinen Fortpflanzungszellen der Pilze, werden von den Tieren verbreitet, die die Fruchtkörper verzehren und die im Darm unversehrten Sporen im Kot wieder absetzen. Treffen die Sporen am neuen Standort auf günstige Bedingungen, keimen sie und besiedeln neue Wurzeln. Echte Trüffeln aus der Gattung Tuber enthalten einen Duftstoff, der mit dem Sexuallockstoff männlicher Schweine identisch ist, also mit dem Parfüm der brünftigen Eber. Erschnuppern Schweine diesen Duft, fangen sie an zu graben und fressen den Pilz. Andere Tiere und den Menschen verlocken lediglich der aromatische Duft und der unvergleichliche Geschmack, die angeblich aphrodisierende Wirkung der Trüffel auf menschliche Genießer kann getrost der Rubrik "Mythos und Aberglaube" zugeschrieben werden.